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26.06.2018 - Schweizer Meisterschaften im Vorderladerschiessen vom 23./24. Juni 2018, Bericht Urs Niggli

Tolles Wetter, tolle Stimmung, tolle Resultate

Am letzten Wochenende trafen sich 74 Schützinnen und Schützen zur Schweizer Meisterschaft der Vorderladerschützen in der schmucken Schiessanlage in der bald renaturierten Kiesgrube in Lenzburg.

Ideales Schützenwetter am Sonntag
Bereits die ganze Woche herrschte sehr schönes Wetter, sodass einem stimmungsvollen Anlass nichts im Wege stand. Bekanntlich schiessen die Vorderladerschützen eine grosse Anzahl Disziplinen und so ist es selbst für Fachleute nicht immer einfach, die Übersicht zu behalten. Die leicht bedeckte Sonne am Sonntag lud geradezu zu Spitzenleistungen ein.

Hans-Peter Rüfenacht und Roland Frei dominieren
Der Bottenwiler Spitzenschütze sorgte für das absolute Highlight. Mit dem Freigewehr 50 m stehend traf er zehnmal ins Zentrum. Damit egalisierte er den Schweizer Rekord und eroberte damit einen seiner total sieben Meistertitel. Höhepunkt für Roland Frei(total drei Titel) waren die 97 Punkte mit dem Steinschlossgewehr 50m stehend.

Neue Disziplin war ein Erfolg
Insgesamt 13 Teilnehmer verzeichnete die neue Disziplin Breechloader. Mit dem Schwarzpulverhinterlader erzielte Livi Pablito 99 Punkte und ist somit der erste Schweizer Meister und auch Rekordhalter in dieser Disziplin.

Pistolendisziplinen – fast – vollständig in Berner Hand
Mit je 97 Punkten dominierten Rolf Beck und Ulrich Moser die beiden teilnehmerstärksten Disziplinen Perkussionspistole und Perkussionsrevolver, wobei Mirko Tantardini mit der Perkussionspistole mit ebenfalls 97 Punkten aufgrund des schlechteren Tiefschusses auf den Silberplatz verwiesen wurde. Einzig der Schnauz und Bart aus Arth Adrian Weber konnte in die Phalanx der Berner einbrechen.

Nach der Rangverkündigung gemütlicher Ausklang in der Schützenstube
Pünktlich konnte der Lenzburger Sektionsleiter die Schützen zur Rangverkündigung begrüssen. Nach einer kurzen Grussadresse des VSV-Präsidenten Roland Brägger verlas OK-Chef Urs Niggli in gewohnt zügiger Manier die Ranglisten. Untermalt wurde die ganze Zeremonie durch Lenzburger Tambouren.

Dankeschön und Auf Wiedersehen
Ein Dankeschön geht an unsere Hauptsponsoren Poudrerie Aubonne, Hypothekarbank Lenzburg und Kromer Print AG sowie an alle Helfer in der Feuerlinie und dahinter. Wir sehen uns wieder 2019 in Altstätten und 2020 In Genf.

Rangliste SM2018.pdf


Bild 1: Die Schweizer Meister von links nach rechts: Herbert Grad, Louise van Greunen, Ulrich Wiedmer, Adrian Weber, Roland Frei, Hans-Peter Rüfenacht, Pablito Livi und Reto Fuhrer.

 

Bild 2: Alle Medaillengewinner mit den Tambouren.

 

 

 Trainingsplan 2018-2019  


Mit Schall, Knall und Pulverdampf

Die Pistolenschützen von Riniken zu Gast bei uns!
Am Sonntag den 2. April 2017 konnte ich pünktlich um 8.45 Uhr eine illustere und erwartungsvolle Schar der Riniker Pistolenschützen in unserer SAL zum Gästeschiessen begrüssen.
Laden, zielen, schiessen und treffen! So ähnlich ging es gleich weiter. Im Vorbeigehen bei der 100m- Anlage wurden die ersten Drei zum Posten Whitworth, den Otto Mazzolino betreute, geschickt. Dann war die 25m-Anlage mit den nächsten Drei bei Anita Frey mit der Kuchenreuter-Pistole an der Reihe. Die folgenden Drei wurden Guido Weigmann mit dem Posten Revolver zugewiesen, und die letzten Sechs verteilten sich noch auf die Posten von Roland Frei (Luntenschloss) und «Razi» Patric Gisler (Hakenbüchse) im 50m Stand. «Razi» übrigens in originellem Outfit aus dem 15. Jh.!
Pünktlich 9.00 Uhr fiel auch der erste Schuss. Auf allen Posten ging es mit viel Spass, jedoch voller Konzentration zur Sache, wie ich bei einem ersten Kontrollrundgang mit Freude wahrnehmen durfte.
Auf der 100m-Anlage hatte sich Peter Siegfried ganz selbstständig als zusätzlicher Posten eingeklinkt. Er zeigte den wartenden Schützen dieses Postens in der Zwischenzeit die Funktionsweise eines Schwarzpulver-Hinterladers.
Die Postenwechsel klappten wie vorgesehen, sodass der knappe Zeitplan eingehalten werden konnte.
Nach jedem Wechsel waren die Riniker Schützen natürlich neugierig, was sie wohl als Nächstes erwarten würde. So ging es auch ohne Pausen weiter!
Manch einer merkte ziemlich schnell, dass der Umgang mit Schwarzpulverwaffen im Gegensatz zu modernen Schiessgeräten, nicht so einfach ist. So gab es doch auf dem Revolverposten viel Kleinholz durch Rahmenschüsse. Also wer noch Zahnstocher braucht, kann sie bei Guido beziehen.
Auch die Rosemary machte so ihre Erfahrung beim Schiessen der Whitworth, sie stellte mit Schrecken fest, dass die Finger nicht zu nahe beim Hammer sein dürfen, sonst gibt es halt einen «Zwick».
Beim Luntenschloss-Schiessen kam dann so richtig das Erfolgserlebnis auf! Die meisten Schützen hatten nach dem ersten Schuss ein Leuchten in den Augen. War doch das Zünden durch die Lunte und das unmittelbar darauffolgende Weggehen der Kugel mit einem Feuerball und entsprechendem Knall verbunden.

Bei der Hakenbüchse gab Razi viele und teils komische Details zum Leben im 15. Jahrhundert der Reisläufer bekannt. So erklärte er ihnen, weshalb diese so ein eingerolltes «Stoffsäcklein», oder wohlriechendes Parfüm dabei hatten.

Pünktlich zur Mittagszeit waren wir mit dem Schiessen durch und konnten uns alle an die Tische vor der Schützenstube setzen, um uns mit dem von Stefan hervorragend gegrillten Fleisch unsere Bäuche vollzuschlagen.
Wir von der Schwarzpulversektion möchten uns nochmals bei den Pistolenschützen Riniken für das Mitgebrachte auf das Herzlichste bedanken.

Wie es sich natürlich unter Schützen gehört, wurde auch reichlich gefachsimpelt und diskutiert bis sich dann im fortgeschrittenen Nachmittag die Gesellschaft auflöste.
Einen grossen Dank möchte ich auch an die Helfer der Schwarzpulversektion aussprechen; denn ohne Eure Mithilfe wäre es nicht möglich gewesen, diesen Anlass durchzuführen.
Heinz Zehnder ,SL SPS
Fotos von diesem unvergesslichen Tag findet Ihr hier...


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